Krebs

Ingwer kann Krebszellen abtöten

Ja, Sie haben richtig gelesen. Ingwer kann Krebszellen abtöten, und das ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen. Verantwortlich hierfür ist vor allem das enthaltene 6-Shogaol. Dieses erwies sich in einer Wissenschaftlichen Studie als ähnlich wirksam wie gängige Krebsmedikamente. Mehrere Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Wirkstoffe im Ingwer wirksam gegen verschiedene Krebsarten eingesetzt werden können. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass trotz der nachweislichen Wirksamkeit praktisch keine Nebenwirkungen zu verzeichnen sind.

Ingwer eignet sich überdies auch durch seine Eigenschaft, Übelkeit und Erbrechen zu bekämpfen hervorragend als begleitende Supplementation wärend einer Chemotherapie. Lesen Sie hierzu den Beitrag „Übelkeit und Reisekrankheit

Chemotherapie unzureichend wirksam

Bisher wird Brustkrebs mit Tamoxifen und Clomifen behandelt. Diese Wirkstoffe, selektive Öströgen-Rezeptor-Modulatoren, hemmen die Wirkung des körpereigenen Östrogens im Krebsgewebe. Letztendlich sterben jedoch fast alle Brustkrebs-Patientinnen mit Metastasen an der Krankheit. Leider sprechen Brustkrebszellen mit zunehmender Behandlungsdauer immer schlechter auf die in der Chemotherapie eingesetzten Medikamente an, so dass die Therapie aufgrund der Resistenzentwicklung irgendwann ihre Wirkung einbüßt. Trotz der suboptimalen Wirksamkeit bleibt die Chemotherapie der wichtigste Aspekt einer Krebsbehandlung. Jedoch können Ingwer und andere Pflanzenextrakte eine Behandlung sinnvoll begleitend unterstützen.

Ingwer wirkt auf mehrere Arten gleichzeitig gegen Brustkrebs

Im Journal of Biomedicine & Biotechnology veröffentlichten saudi-arabische Forscher eine Studie, in der die Wirkung eines Ingwer-Rohextraktes auf Brustkrebszellen und deren Wachstum. Besonderes Interesse weckt die Fülle an Wirkmechanismen, mit denen der Extrakt Brustkrebszellen bekämpft. Dies führten die Wissenschaftler auf die Tatsache zurück, dass eben kein isolierter Wirkstoff, sondern eben ein Rohextrakt mit der vollen breite der Ingwer-Inhaltsstoffe zum Einsatz kam.

Einer der Wirkmechanismen aktiviert den programmierten Zelltod der kranken Zellen, die sogenannte Apoptose. So kann die Anzahl der Krebszellen in der weiblichen Brust verringert werden. Dies wird durch Hemmung bestimmter Proteine erreicht, jene der Bcl-2-Gruppe. Diese sind vor allem in Krebszellen aktiv und verhindern dort die Apoptose. Die Ingwer-Wurzel reduziert die Aktivität dieser Proteine und sorgt so dafür, dass die schwer kranken Zellen absterben und abgebaut werden können.

Ingwer schwächt Krebsfördernde Proteine und Gene

Die exotische Knolle kann eine Vielzahl an Proteinen und Genen schwächen, die das Krebswachstum vorantreiben (Cylin D1, NF-kB, Mcl-1, Survivin, etc.) und aktiviert auf der anderen Seite solche Gene, die das Krebswachstum hindern (Pro-Apoptose-Gene, p21 etc.).

Ingwer lässt Prostata-Tumore schrumpfen

animal-1554745-300x196 Krebs Anwendungsgebiet In einem Amerikanischen Versuch an Mäusen finden sich Hinweise, dass die Phenole im Ingwer-Extrakt das Wachstum von Prostatakrebszellen hemmen und sogar deren absterben fördern können. In dem Versuch wurde Krebskranken Mäusen 100mg/kg Körpergewicht Ingwerextrakt zusätzlich zum Futter verabreicht. Das Ergebnis ist Bemerkenswert: Im Schnitt war das Tumorgewicht bei den Mäusen mit Ingwer-Extrakt nach 8 Wochen um 53% geringer als bei der Kontrollgruppe. Eine Toxische wirkung konnte nicht festgestellt werden.

Indische Studie untersuchte Wirksamkeit bei durch HPV-Viren verursachten Gebärmutterhalskrebs

6-Gingerol hemmte bei den hier verwendeten Zellkulturen erfolgreich die Vermehrung der Krebszellen und konnte auch die Apoptose der Krebszellen auslösen. Zusätzlich vermochte 6-Gingerol das vor Krebs schützende Protein p53 zu reaktivieren. Ausserdem potenzierte es den Effekt des Zytostatikums (Chemotherapeutikum) Cisplatin.

Studien belegen dass Ingwer auf vielfältige weise Krebs bekämpfen und am Wachstum hindern kann, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen.

Quellen für diesen Beitrag u.a.: