Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Die Tatsache, dass Ingwer gegen Übelkeit hilft, ist lange bekannt. Neuere Forschungen legen nahe, dass die Knolle vergleichbar gut wirkt wie das synthetische Pharmaprodukt Dimenhydrinat. Zurückzuführen ist dies auf eine Wirkung an den Serotonin-Rezeptoren, die am Erbrechen beteiligt sind.

Ingwer ist als Antiemetikum während einer Chemotherapie geeignet

Studien haben gezeigt, dass Krebspatienten weniger schlecht wird, wenn sie neben synthetischen Antiemetika zusätzlich Ingwer einnehmen. Die Anwendung fand drei Tage vor der Chemotherapie statt und wurde danach weitere drei Tage lang weitergeführt.

Die in der Chemotherapie angewandten Medikamente enthalten Zellgifte. Diese greifen vor allem sich häufig teilende Zellen an, idealerweise also Krebszellen. Doch auch die Darmzellen erneuern sich ständig und sind deshalb ebenfalls von der Medikamentation betroffen. Geschädigte Zellen setzen Serotonin frei, welches an Nervenzellen andockt und dadurch das Brechzentrum im Gehirn aktiviert. Als Folge kommt es zu Übelkeit und Erbrechen.

Ingwer verhindert die Aktivierung des Brechzentrums im Gehirn

emotiguy-1654864_1920-e1476435953615-300x232 Übelkeit und Erbrechen Anwendungsgebiet Diverse hochwirksame Inhaltsstoffe im Ingwer können diese Serotonin-Andockstellen besetzen und so das Serotonin am Binden hindern. In der Folge wird das Brechzentrum nicht aktiviert und es kommt nicht zur Übelkeit. Auf dieselbe Weise wirken auch synthetische Anti-Emetika, die genauso gezielt Andockstellen der Nervenzellen besetzen. Die Stoffe im Ingwer sind jedoch absolut natürlich und praktisch nebenwirkungsfrei.

Ingwer hilft auch während der Schwangerschaft gegen Übelkeit und Erbrechen

Studien mit schwangeren Frauen haben gezeigt, dass sich Übelkeit und Erbrechen mit Ingwer gegenüber einer Placebo-Gruppe deutlich lindern ließen. Dieses Ergebnis lässt hoffen, dass Ingwer bald in der Schwangerschaft als natürliche Alternative zu pharmazeutischen Mitteln eingesetzt werden kann.

Ingwer hemmt das Brechzentrum im Gehirn und sorgt durch seine Scharfstoffe dafür, dass mehr Magensäure gebildet wird.