Zingeron

Zingeron ist ähnlich wie die Shogaole ein Abbauprodukt der Gingerole. Wird Ingwer nicht langsam getrocknet, sondern schnell erhitzt, wie es vor allem beim Kochen passiert, werden die Gingerole zu Zingeron abgebaut. Es ist weniger scharf als die Shogaole und Gingerole und entfaltet eher ein leicht süßliches Aroma.

Zingerone-300x205 Zingeron Inhaltsstoff

Zingeron entfaltete ein ähnliches pharmakologisches Potential wie 6-Gingerol und 6-Shogaol. Im Allgemeinen wird jedoch den Scharfstoffen eine stärkere Wirkung nachgesagt. Nichtsdestotrotz gibt es einige dokumentierte Wirkungsweisen von Zingeron, die es von den Gingerolen und Shogaolen abheben und das Wirkspektrum des Ingwers erweitern.

Antidiarrhoeisch

Diarrhoe ist der Fachterminus für Durchfall. Durchfallerkrankungen basieren meistens auf einer Infektion im Magen-Darm-Trakt. Dabei siedeln sich vorübergehend pathogene Keime im Verdauungstrakt an und beeinflussen die Resorptions- und Sekretionstätigkeit. Durch ein erhöhtes Aufkommen von nicht aufgenommenen Nahrungsbestandteilen wird Wasser osmotisch gebunden und verflüssigt den Stuhl. Zingeron wirkte in Studien antibakteriell gegen verschiedenen häufige Durchfallerreger. Darüber hinaus scheint es die Muskulatur des Darms positiv zu beeinflussen.(1) Aus diesem Grund wird die lindernde Wirkung von Ingwer bei Durchfallerkankungen vor allem auf das enthaltenen Zingeron zurückgeführt.

Reduktion von Strahlenbelastung

Strahlung in Form von UV-Strahlen, Strahlentherapie gegen Krebs, oder beim Röntgen induziert die Bildung von freien Radikalen. Dabei handelt es sich um hochreaktive Sauerstoffverbindungen (ROS), die mit körpereigenen Strukturen reagieren und diese schädigen. Zingeron ist dazu in der Lage, der Bildung freier Radikaler entgegen zu wirken und dadurch Strahlungs-induzierten oxidativen Stress zu reduzieren.(1)

 

Quellen:

(1) Lee, H. J., Korshavn, K. J., Kochi, A., Derrick, J. S., & Lim, M. H. (2014). Cholesterol and metal ions in Alzheimer’s disease. Chemical Society Reviews, 43(19), 6672–6682. https://doi.org/10.1039/c4cs00005f